Goldmedaille für Rebecca Frank

München und Abensberg waren am vergangenen Wochenende Schauplatz der Bayerischen Judo Einzelmeisterschaften für die Altersklasse u17. Den Anfang machten die Jungs am Samstag in München – Großhadern. Beim amtierenden Deutschen Mannschaftsvizemeister traf sich alles was Rang und Namen hat im bayerischen Nachwuchsjudobereich. Für die SG Eltmann waren drei Athleten angetreten, um nach den begehrten Siegeslorbeeren zu greifen. Durch ihre guten Leistungen bei den Nordbayerischen vor Wochenfrist konnten sich alle drei durchaus Chancen ausrechnen, zumindest die Qualifikation für die Süddeutschen Meisterschaften unter Dach und Fach zu bringen. Leider lief an diesem Tag nicht alles nach Plan für die SG Judoka. Einzig Timo Huber schaffte in der Klasse bis 73 kg mit einem hart umkämpften 3.Platz die notwendige Platzierung, um in zwei Wochen bei der Gebietsmeisterschaft an den Start gehen zu können. Philipp Schwarzbart, in der Klasse bis 60 kg, hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt und schied nach seinem 3.Kampf sang- und klanglos aus. Martin Czieszowic, im Vorjahr noch Vizemeister bei der Süddeutschen, war zwar mit angereist, konnte diesmal aber leider sehr kurzfristig, aus gesundheitlichen Gründen gar nicht erst an den Start gehen und verpasste damit die Chance, in seinem letzten Jahr in dieser Altersklasse, diese hervorragende Platzierung vielleicht noch Toppen zu können. Deutlich besser lief es für die inzwischen erfolgsverwöhnten Mädchen der Judo Abteilung. Am Sonntag in Abensberg – seines Zeichens amtierender Deutscher Mannschaftsmeister – war das Starterfeld nicht weniger illuster als am Vortag bei den Jungs. Zwar waren einige Topathletinnen zu einem Nationalkaderlehrgang nach Köln eingeladen und werden deshalb für die Gebietsmeisterschaften gesetzt, die angereisten Kämpferinnen aus allen acht bayerischen Bezirken ließen sie aber keinesfalls vermissen und zeigten Judo auf hohem Niveau. Von den sieben Eltmänner Starterinnen konnten sich letztendlich vier durch ihre Platzierung die Qualifikation zur Süddeutschen sichern. Aber auch die an diesem Tag ausgeschiedenen enttäuschten keineswegs und zeigten, dass in den nächsten ein bis zwei Jahren mit ihnen zu rechnen sein wird. Julia Töpfer, in der Klasse bis 40 kg die erste und leichteste Eltmänner Starterin an diesem Tag, hatte wie so oft in der Vergangenheit mit dem Handikap zu kämpfen, deutlich leichter als ihre Gegnerinnen zu sein. Mit einem großen Kämpferherz versuchte sie diesen Nachteil wett zu machen, in der Endabrechnung blieb für sie der 9.Rang, über den sie sich auf Grund der Tatsache, dass sie erst im ersten Jahr in dieser Altersklasse kämpft, trotzdem zu recht freuen darf. Ähnlich erging es Nicole Graf, die wie ihr Vereinskollege am Vortag, mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Nichts desto trotz konnte sie von ihren drei Kämpfen schließlich einen für sich entscheiden, was ihr ebenfalls Rang 3 einbrachte. Nun hofft sie, im nächsten Jahr, bei entsprechender Gesundheit wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen zu können. Carina Kimmel erging es nicht viel besser. Mit ihrem 11.Platz in der Endabrechnung blieb sie zwar etwas unter ihren Möglichkeiten, in Anbetracht der Tatsache, dass Kimmel ebenfalls erst im ersten Jahr in dieser Klasse startet, geht diese Platzierung aber voll in Ordnung. Die restlichen vier Starterinnen ließen die Eltmänner Betreuer und ihre mitgereisten Eltern aber jubeln. Elena Michel, bis 48 kg startete furios ins Turnier. Mit zwei Blitzsiegen innerhalb der ersten Kampfsekunden legte sie den Grundstein für ihren 5.Platz, der für sie die Qualifikation zur Gebietsmeisterschaft bedeutete. Helena Steinmüller, neben der neuen Altersklasse auch in einer neuen Gewichtsklasse am Start, kämpfte sich bis ins Halbfinale vor, wo sie der Topfavoritin aus Altdorf , Sabrina Pfortner gegenüber stand. Pfortner machte ihrer Favoritenstellung alle Ehre, gewann letztendlich das Turnier und verwies Steinmüller vorher auf den 3.Platz. Bis 63 kg war diesmal Anna Riedl am Start. In schöner Regelmäßigkeit wechselt sie sich in diesem Jahr mit ihrer Vereinskollegin Dominice Weiglein ab. Nachdem bei der Gebietsmeisterschaft Riedl auf einem Kaderlehrgang war, weilte Weiglein diesmal in Köln. So kam es wiederum nicht zu einem direkten Aufeinandertreffen der beiden Freundinnen. Mit ihrem 2.Platz im Finale gegen die erfahrene Annelie Schiller vom TSV Großhadern zeigte Riedl, dass sie bei den Gebietsmeisterschaften in zwei Wochen vielleicht schon in ihrem ersten Jahr in der u17 eine gute Rolle wird spielen können. Last but not least holte schließlich Rebecca Frank in der letzten Gewichtsklasse an diesem Tag, den so sehnlichst erhofften Meistertitel für die SG Judoka. Souverän marschierte sie durch ihre Vorrundenkämpfe und traf im Finale auf ihre Kontrahentin aus Nürnberg, Julia Nietzer, der sie noch vor Wochenfrist im Finale der Nordbayerischen Meisterschaften etwas unglücklich unterlegen war. Diesmal drehte Frank den Spieß um und sicherte sich zur Freude aller ihrer Eltmänner Mannschaftskolleginnen, Eltern und Betreuer den Titel einer Bayerischen Einzelmeisterin. Das qualifizierte Mädchenquartett wird in zwei Wochen noch durch Dominice Weiglein verstärkt, die sich an diesem Wochenende in der Sportschule in Köln optimal vorbereiten konnte. Für das Quintett wird dann die oberste Prämisse lauten: Qualifikation zur Deutschen Einzelmeisterschaft Mitte Februar im hessischen Neuhof.

Bild: Gut abschneiden konnten die Judomädchen der SG Eltmann bei den Bayerischen Meisterschaften am vergangenen Wochenende. Vier von sieben Gestarteten qualifizierten sich für die Süddeutschen in zwei Wochen in Nürtingen. Von links, Anna Riedl, 2.Platz, Rebecca Frank, 1.Platz, Helena Steinmüller, 3.Platz, Elena Michel, 5.Platz und Carina Kimmel, 11.Platz. Stehend im Hintergrund, Nicole Graf, 9.Platz und der Eltmänner Trainer der erfolgreichen u17 Mädchen, Edgar Riedl. Auf dem Bild fehlen Julia Töpfer, 9.Platz und Dominice Weiglein, die wegen eines Nationalkaderlehrgangs auf die nächsthöhere Meisterschaft gesetzt ist und damit in Nürtingen auch mit von der Partie sein wird.