Köln – Lehrgang vom 08.12. – 11.12.2005

 

Kurz nach Holzwickede kam die Einladung zum DJB –Lehrgang nach Köln.

Zuerst hab ich mich natürlich riesig gefreut, aber dann kamen bei mir schon die ersten Zweifel, weil ich mich ja in Holzwickede auf dem Turnier verletzt habe. In der Halle dort waren alle überzeugt, dass mein Schlüsselbein gebrochen ist, denn die Schmerzen waren Wahnsinn.

Edgar und Lorenz ließen mich nicht mehr weiter kämpfen. Es folgte ein Besuch im Krankenhaus Schwerte. Ich wurde geröntgt. Es war Gott Sei Dank kein Bruch, sondern "nur" eine Gelenkverschiebung.

Danach wurde ich in Nürnberg bei Dr. Güssbacher auf Empfehlung von Klaus Greiner und unserem Landestrainer behandelt. Dr. Güssbacher meinte, nicht so schlimm, aber 2 – 3 Wochen kein Judo.

 

In der zweiten Woche fuhren wir am Dienstag erst nach Eltmann dann nach Bamberg, um noch mal zu "Beratschlagen".

Der Hendrik sagte, in einer Woche bist Du wieder fit. Leider wurde die Schulter nicht besser.

Die große Frage "Fahren oder nicht fahren???". Der Klaus hat mir abgeraten, der nächste Lehrgang kommt wieder, lieber verletzt absagen, als mehr auf der Bank sitzen, war seine Begründung (wo er recht hat, hat er ja recht).

Der Edgar wollte mich nur nach Köln fahren lassen, wenn es wirklich wieder besser ist. Dann kam ja noch dazu, dass Unterfränkische U 17 in dieser Zeit ist. Detlef sagte mir, Köln ist wichtiger und ich werde auf die Nordbayrische gesetzt.

Doch letztendlich lag es bei mir, ob die anderen fünf Bayern mit oder ohne mir fahren werden.

Und …. was hab ich wohl gemacht?

Ich stieg natürlich am Donnerstag 08.12.05 in Würzburg in den Zug, wo schon die Kay und die Viola aus München drin saßen und Platz reservierten. Aber wo ist denn die Alex? Sportverbot, sie hat sich am Rücken verletzt. Mist!

Nach 31/2 Stunden Zugfahrt kamen wir in Köln an, dann noch ein Stück mit der S-Bahn. Nach einem noch etwas längerem Fußmarsch, endlich das Schild Bundesleistungszentrum Köln / Judo und Hockey.

Wir bekamen unsere Schlüssel und gingen auf die Zimmer. Auf dem Weg dahin, kam uns Sandra Schwalbe (Bundestrainerin FU17) entgegen, Ihre erste Frage: "Wie geht’s Deiner Schulter?". "Naja, noch nicht ganz so Gut". Abends, gab’s dann auch gleich die erste fette Randori-Einheit. Eigentich hat mit der Klaus ja verboten, Randori zu machen, aber das hatte ich natürlich vergessen. Es lief alles super, keine Schmerzen mehr.

Am Freitag stand der von jedem gehasste Feldstufentest auf dem Programm. Das ist ein Stufenlauf, die erste Stufe besteht aus 3 x 400 m. Das Tempo wird von Stufe zu Stufe schneller. Außerdem bekommt man Blut abgenommen., woran das Laktat gemessen wird. Mittags stand Randori an und abends Technik im Stand.

 

Am Samstag hatten wir Frühsport, alle dachten na ja, ein bisschen laufen, doch niemand hat mit einem "Treppenlauf" gerechnet. Die Treppe war ungefähr 20 Meter Lang, jeder musste 5 x ohne Partner und 5 x mit Partner Huckepack hochsprinten. Uns hat es allen gereicht, einige gingen bleich wie Leichen ins Gebüsch und kamen so schnell nicht wieder hervor. Jeder kann sich nun seinen Teil darüber denken, hoffe ich. ;-) Nach dem Frühstück hatten wir Bodenrandori und mittags einen Zirkel und Stabilisationstraining. Danach durften wir alle in die Sauna. Nur noch ein Training.

Am Sonntag in der Früh, vor dem Frühstück hatten wir Rumpfstabilisation. Nach dem Frühstück die letzte Einheit. Jetzt nur noch duschen und ab nach Hause.

Köln war ganz toll, vor allem das Essen und die ganze Organisation. Wir waren 32 Mädel’s aus ganz Deutschland und hatten somit gute Partner.

Es war sehr, sehr anstrengend, aber ein toller Lehrgang und eine gute Vorbereitung für die kommenden Meisterschaften.

 

Dominice Weiglein