Feuchter Empfang für „Überfaller“

Die Judo Abteilung der SG Eltmann hatte zum inzwischen traditionellen Judozeltlager am letzten Ferienwochenende eingeladen und gut 40 Kinder und Jugendliche waren auch dieses Jahr wieder gekommen, um vier ereignisreiche Tage miteinander zu verleben.. Der Jugendzeltplatz in Koppenwind, bei Ebrach, war diesmal Schauplatz für das abwechslungsreich gestaltete Tagesprogramm. Betreut wurden die Teilnehmer von Heidi Hupf, Rita Riedl, Marco Pfister und Edgar Riedl, allesamt aktive Übungsleiter der Judo Abteilung. Immer wenn Not am Mann war, wurden sie tatkräftig unterstützt von ihren Trainerassistenten, die eigenverantwortlich für eines der Highlights des Zeltlagers verantwortlich zeichneten. Gleich am ersten Abend, sobald die Dunkelheit über den Zeltplatz hereingebrochen war, luden sie die Kinder zu einer Gespensternachtwanderung ein. Der Name war Programm und so hatte sich das Vorbereitungsteam allerhand schreckliche Überraschungen ausgedacht. Immer wieder war am Zeltplatz das Kreischen der Kleingruppen zu hören, die es gerade wagten, gemeinsam mit einem Betreuer die mit Lichtern markierte Strecke der Nachtwanderung abzulaufen. Fliegende Gespenster, bellende, beißende Hunde und allerhand andere Nachtwesen sorgten für eine spannungsgeladene Wanderung durch die Nacht. Als endlich alle wieder am Lagerfeuer versammelt waren, gab es genügend Gesprächsstoff für den Rest des Abends. Um Mitternacht zur Geisterstunde bekamen die Lagerteilnehmer dann plötzlich unerwarteten Besuch. Mit Fackeln und Feuerwerk kündigten sich gespenstische Gestalten an, die drohten, in 20 Minuten wiederzukommen, um das Lager zu überfallen und sich einen Schatz zu rauben. So schnell und unerwartet sie gekommen waren, so schnell waren sie auch wieder verschwunden und exakt 20 Minuten später erschütterte fürchterliches Gebrüll den Platz. Aber die Judoka hatten die Zeit genutzt und sich gut vorbereitet. Mit Eimern, Bechern und Spritzpistolen bereiteten sie den Überfallern einen wahrlich feuchten Empfang und nach zwei Stunden Jagd und Wasserschlacht waren die eingeweichten Gäste froh, sich am Lagerfeuer aufwärmen zu können. Aber auch tagsüber war immer etwas geboten, um gar nicht erst Langeweile aufkommen zu lassen. Eine Seilrutsche, quer über den Platz, aufgebaut vom Bezirksjugendleiter Detlef Staffa, der am Abend vorher mit seiner Truppe aus Aschaffenburg für den spektakulären Überfall gesorgt hatte, sorgte für viel Spaß bei den Teilnehmern. In einer Einführungsspielrunde mussten die Zeltlagerteilnehmer in Fünfergruppen „Spinnennetze“ überwinden, ein Lied einstudieren, sich dafür Begleitinstrumente basteln, mit Zeitungspapier Verkleidungen anfertigen, Waldgeister gestalten und im Wettstreit gegeneinander den höchsten Holzturm bauen. Batiken, Stockbrot,

ein Besuch im Ebracher Schwimmbad und eine Lagerolympiade am letzten Tag rundeten das abwechslungsreiche Programm ab. Zum Abschluss waren, wie bereits in den vergangenen Jahren, die Eltern zum Spanferkelessen eingeladen und verbrachten mit ihren Kindern noch einen regenfeuchten Abend im eiligst noch aufgebauten Mannschaftszelt. Am Sonntag nach dem Abbau der Zelte gab es lauter zufriedene Gesichter und bei manchen Teilnehmern die erwartungsvolle Frage: „Gibt es nächstes Jahr wieder so ein tolles Zeltlager?“

 

Vier erlebnisreiche Tage verbrachten die Judokids der SG Eltmann auf dem Jugendzeltplatz in Koppenwind. Gut betreut von ihren Übungsleitern, die tatkräftig von den Trainerassistenten unterstützt wurden, kam keine Langeweile auf.