| Nicola eifert ihrer
Schwester nach
Am gleichen Wochenende wie die Altersklasse u20 waren auch die unter 17 jährigen Judoka bei ihren Süddeutschen Meisterschaften gefordert, ihre Titelträger zu ermitteln. Während bei der u20 vier Eltmänner am Start waren, gingen diesmal sieben Wallburgstädter Judoka auf die Matte. Die Achte im Bunde, Helena Steinmüller, musste wegen einer Schulveranstaltung ihre Teilnahme zurück ziehen. Den Anfang machten wiederum die Jungs, bei denen mit Thomas Krause lediglich ein Starter im Feld vertreten war. In der Klasse bis 46 kg zeigte er in seinem ersten Wettkampfjahr in dieser Altersklasse ansprechende Leistungen, musste aber nach zwei knappen Niederlagen vorzeitig die Heimreise antreten. Am Sonntag gingen bei den Mädchen einige heiße Titelanwärterinnen für die SG Eltmann an den Start. Während Clara Köhne nach einem Sieg und zwei Niederlagen ebenso wie Nicole Graf, die in ihrer dritten Begegnung verletzungsbedingt aufgeben musste, frühzeitig aus dem Titelrennen waren, lief es für die anderen vier Eltmännerinnen besser. Julia Töpfer und Elena Michel standen nach tollen Leistungen und jeweils einer Niederlage im Halbfinale ihrer Klasse im kleinen Finale. Hier wäre ein Sieg nötig gewesen, um die ersehnte Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften unter Dach und Fach zu bringen. Beiden war aber das Glück nicht hold und so verabschiedeten sich beide mit einer Niederlage und dem damit verbundenen 5.Platz aus dem Turniergeschehen. Unzufrieden müssen sie aber keinesfalls seien, denn auf Gund ihrer gezeigten Leistungen in ihren restliche Begegnungen zählten sie definitiv zu den positiven Überraschungen bei dieser Meisterschaft. Anna Riedl ging mit der klaren Zielstellung – Qualifikation zur DEM plus X – in diese Titelkämpfe. Mit Regine Hübner aus der Oberpfalz war die Deutsche Vizemeisterin des Vorjahres in der Gewichtsklasse bis 70 kg mit am Start und damit war klar, dass der Sieg in dieser Kategorie zwingend über Hübner gehen musste. Wie erwartet so kam es zum "Traumfinale" Hübner – Riedl und alle waren gespannt, ob die jüngere Eltmännerin ihrer erfahrenen Kontrahentin würde Paroli bieten können. In den Vorrundenbegegnungen war Riedl die klar Stärkere. So benötigte sie gegen die Badische Meisterin und die Würtembergische Vizemeisterin lediglich ca. 1 Minute Gesamtkampfzeit, während Hübner gegen Wolf, die Würtembergische Meisterin, in die Verlängerung musste und nur im Kampfrichterenscheid zur Siegerin erklärt wurde. Da Hübner auch in ihren restlichen Begegnungen nicht wie gewohnt überzeugen konnte, schienen die Chancen für die junge Eltmänerin nicht schlecht zu stehen. Im Finale spielte Hübner ihre anzeigte Erfahrung aus und konnte ihre Kontrahentin bereits nach relativ kurzer Kampfzeit in einem Haltegriff festnageln, aus dem es für Riedl kein Entkommen mehr gab. Platz 2 und die Qualifikation zur Deutschen sind aber ein toller Erfolg für Riedl und die SG Eltmann. Es sollte aber noch besser kommen. In der leichtesten Gewichtsklasse an diesem Tag, bis 40 kg ging mit Nicola Weiglein für die SG Eltmann die amtierende Bayerische Meisterin an den Start. Eine der größten Stärken Weigleins ist die Tatsache, dass sie sich exakt an taktische Vorgaben ihrer Trainer und Betreuer halten kann und diese konsequent und konzentriert, auch wenn sie in entscheidenden Kampfphasen unter Druck gerät, beibehalten kann. Dieser Umstand war schließlich mit dafür verantwortlich, dass sie in der Endabrechnung ganz oben auf dem Treppchen landen konnte. In ihren Vorrundenbegegnungen dominierte sie nach Belieben und stand schnell und ungefährdet im Finale ihrer Klasse. Ihre Gegnerin hatte im vorausgegangenen Halbfinale ihre Vereinskameradin Julia Töpfer nach großem Kampf und zwischenzeitlichem Rückstand in die Schranken verwiesen und konnte auch Weiglein bei früheren Aufeinandertreffen bereits zweimal besiegen. Diesmal aber war Weiglein fest gewillt, den Spies umzudrehen. Bis in die Haarspitzen motiviert und mit einem schier unbändigen Siegeswillen ausgestattet, ging Weiglein in dieses Finale. Die alles entscheidende Frage war, ob es der Eltmännerin an diesem Tag gelingen würde, die starke rechte Hand ihrer Kontrahentin in den Griff zu bekommen. Sich klar an die taktischen Vorgaben haltend gelang es Weiglein diesmal ihre Kontrahentin in die Kampfzeitverlängerung zu zwingen. Immer ungestümer wurden deren Angriffe und Mitte der Verlängerung konnte Weiglein einen unkonzentrierten Angriff ihrer Kontrahentin nutzen, um sie ihrerseits mit einer linken Hüfttechnik entscheidend zu werfen. Eltern und Betreuer am Mattenrand standen Kopf und der erste Süddeutsche Meistertitel gleich im ersten Jahr in der Altersklasse u17 war perfekt und damit natürlich auch die Qualifikation für die Deutschen Einzelmeisterschaften im März in Rüsselsheim. |