Im Konzert der "Großen"mitgekämpft

Als einziger unterfränkischer Verein konnte die Judo Abteilung der SG Eltmann zwei Mannschaften zur Süddeutschen u17 Mannschaftsmeisterschaft nach Landshut schicken. Einziger weiterer unterfränkischer Mitstreiter waren die Jungs von der Kampfgemeinschaft aus Aschaffenburg-Damm/Lohr. Vorallem die Teams vom Landesverband Württemberg galten als heiße Titelkandidaten. Anders als die bayerischen Vereine, die ausnahmslos Vereinsmannschaften schickten, pflegt der LV Württemberg seit Jahren seine Kadermannschaften unter einem Vereinsnamen auflaufen zu lassen. Da sich bei den Jungs ebenso wie bei den Mädchen jeweils nur die zwei Finalisten für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren, haben die bayerischen Vertreter so meist das Nachsehen. Aber die Eltmänner Teams schlugen sich besser als erwartet und konnten zumindest der bayerischen Konkurrenz Paroli bieten. Während die Mädchen ihre erste Begegnung gegen den Badischen Meister aus Hemsbach unerwartet und unglücklich verloren, starteten die Jungs gegen ihre Aschaffenburger Bezirkskollegen mit einem deutlichen 5:2 Sieg. Nach ihrer Auftaktniederlage waren die Mädchen bereits in ihrer zweiten Vorrundenbegegnung arg unter Zugzwang. Hier kam es ausgerechnet zum Duell gegen den amtierenden Bayerischen Meister aus Altdorf. Zwar hatten die Unterfranken ihre Kontrahentinnen in diesem Jahr bei den Nordbayerischen Meisterschaften im Halbfinale bereits einmal in die Schranken verwiesen, aber dieser Erfolg war mehr als knapp gewesen und die Mittelfranken hatten sich seitdem mit Fremdstarterinnen gut versärkt. Optimal lief es diesmal für die Eltmännerinnen und auch das Quentchen Glück, das so oft den Ausschlag gibt und in der ersten Begegnung des Tages nicht auf ihrer Seite stand, verhalf den Unterfranken zu einem deutlichen 4:2 Sieg. Damit war wieder alles offen. Als die dritte Vorrundenbegegnung gegen Sindelfingen allerdings nur Unentschieden endete und Altdorf Hembsbach anschließend deutlich schlug, waren die Mädchen aus Eltmann auf dem 5.Platz – der Einzug ins Halbfinale war nicht mehr möglich und die Mädchen schauten sich die weiteren Begegnungen vom Mattenrand aus an. Schließlich siegten die Sindelfinger im Finale gegen Wettstetten, das vorher das Kunststück fertig brachte, die Altdorfer im Halbfinale auszuschalten. Bei den Jungs lief es an diesem Tag besser. Eine knappe 3:4 Niederlage bescherte den Halbfinaleinzug gegen die Jungs aus Sindelfingen/Backnang. Hier gab es für die Franken allerdings nichts zu holen, vielmehr mussten sie in dieser Begegnung Lehrgeld zahlen und fanden sich so auf dem 3.Platz wieder. Das Finale schließlich gewann Sindelfingen knapp gegen Esslingen. Für den zweiten Bayerischen Vertreter aus München Großhadern blieb in der Endabrechnung auch "nur" der 3.Platz. So sahen sich die Finalisten der Bayerischen Meisterschaften gemeinsam auf dem Treppchen wieder.

Bild: Gut vertreten wurden die Unterfränkischen Farben bei den Südutschen Mannschaftsmeisterschaften in Landshut. Mit Platz Drei für die Jungs und Platz Fünf für die Mädchen fuhren die Franken ein sehr respektables Ergebnis ein. Von links: Gabi Nürnberger, die die Jungs an diesem Tag betreute, Girts Kotans, Carina Kimmel, Jacqueline Pfister, Philipp Müller, Helena Steinmüller, Anna Riedl, Dominik Bauer, Isabell Wegener, Christopher Schwab, Clara Köhne, Nicole Graf, Edgar Riedl, verantwortlich für die Mädchenmannschaft, Larissa Spenkuch und davor liegend Mario Hänig und Thomas Krause, die den Pokal der Jungs einrahmen. Auf dem Bild fehlen Jonas Michel, Marcel Mehl und Eric Wölfelschneider, sowie Julia Töpfer und Verena und Antje Bräunling.