Edgar Riedl- ein toller Trainer auch abseits der Matte

Judo "Bei Edgar macht das Training immer Spaß."- "Edgar macht einfach alles mit." – "Edgar ist immer für uns da." – "Edgar ist immer dabei, wenn wir auf Turniere fahren, und steht uns bei."

Dies sind nur einige Stimmen von den Judokas der SG Eltmann, die ihren Trainer auf Händen tragen. Edgar Riedl, seit 2000 Leiter der Judoabteilung der SG Eltmann ist "Vereinstrainer des Jahres" geworden. Ausgelobt wurde der Titel vom Bayerischen Judo Verband (BJV). Dafür gesorgt haben seine Kinder, denn für sie ist Edgar Riedl "der beste Trainer der Welt". Und der 47-Jährige hat nicht nur drei eigene Kinder, die erfolgreich Judo betreiben, sondern auch noch mehr als 50 Jugendliche, die alle auf ihn hören, wenn er "hajime" ruft, das heißt so viel wie "fangt an".

Hintergrund des Verbandes war es, den Trainern, deren Engagement oft als selbstverständlich empfunden wird, Anerkennung und Wertschätzung zukommen zu lassen, da sie oft ehrenamtlich tätig sind. Die Wahl erfolgte per E-Mail. Voller Eifer sammelten die Eltmänner Judokas Unterschriften und konnten so zahlreiche Nennungen an den BJV senden. Auch ein Video über Edgar Riedl wurde gedreht. Im Februar 2007 war es dann soweit. Edgar Riedl wurde bei den bayrischen Einzelmeisterschaften der Männer U17 in Wettstetten zum "Vereinstrainer des Jahres" gekürt.

Der Judoenthusiast aus Donnersdorf ist ein Trainer, der sich kümmert, der seine Kinder nicht nur trainiert, sondern auch zuhört, wenn sie Probleme haben, sie aufbaut wenn ein Turnierkampf nicht optimal läuft und sich immer freut, wenn alle da sind. "Judo, das hat für mich auch etwas mit Fairness und Freundschaft zu tun", erklärt der Träger des 3. Dans, der im Hauptberuf Erzieher in Schweinfurt an der heilpädagogischen Kindertagesstätte ist. So ist es für ihn selbstverständlich, dass neben dem Judo auch noch viele Gruppenaktivitäten laufen, die den Zusammenhalt zwischen den Kindern stärken. So gibt es immer im Sommer ein Zeltlager, gemeinsames Eisessen nach dem Turnier und Eislaufen im Winter. Von Osterhasennestsuche über Nikolauswandern, gemeinsame Kinobesuche und Grummibärchenradories ganz zu schweigen - in der Judoabteilung der SG Eltmann ist immer was los. Dieser Zusammenhalt führt auch auf der Matte zu erheblichen Erfolgen. So wurde Nicola Weiglein deutsche Meisterin in der U14, Riedls Tochter Anna erreichte den zweiten Platz bei der deutschen Einzelmeisterschaft der U17 Frauen. 2005 stellte die SG Eltmann im U14 Bereich drei Süddeutsche Meisterinnen. Aber auch die Jungs gehören im bayrischen Judosport zur absoluten Spitze. Somit gehört die SG Eltmann im Judo zu den sportlich erfolgreichsten Vereinen Bayerns.

Edgar Riedel kam mit zwölf Jahren zum Judo. Seitdem hat ihn der Sport fest im Griff. "Ich wollte nie etwas anderes machen. Ich war so fasziniert von der Sportart, dass ich dabei geblieben bin", verrät der frühere Bundesliga-Kämpfer. Dieser hundertprozentige Einsatz geht aber nicht ohne seine Familie. Auch seine Frau Rita ist Jugendtrainerin bei der SG Eltmann und betreut vor allem den U11-Nachwuchs. Seine Kinder David, Anna und Sarah kämpfen alle in den obersten Judoligen mit. "Außerdem habe ich ein gutes Team um mich, das mich immer unterstützt und mit mir den Spaß am Judo teilt", so Riedl.

Ziele hat der Judoenthusiast, der selbst noch aktiv auf der Matte trainiert, noch viele. So arbeitet er hart daran, auch im Erwachsenenbereich, eine eigene Mannschaft aufzubauen. Aber auch seine Jugendlichen lässt er nicht außer acht. Judo ist für ihn wie Erholung. "Wenn ich nach der Arbeit mit meinen Kindern auf der Matte arbeite, dann geht es mir richtig gut", so der "bester Trainer der Welt".

Bild: Edgar Riedl wird von seinen Kindern auf Händen getragen.