Berlin war eine Reise wert

800 Athleten aus insgesamt 24 Nationen sorgten am vergangenen Wochenende in Berlin für internationales Flair auf den Judomatten. Der „Karneval der Kulturen", der zeitgleich in Berlin über die Bühne ging, trug ein Übriges dazu bei, dass das Wochenende in der Landeshauptstadt für dieTeilnehmer der Judo Abteilung aus Eltmann zu einem Erlebnis wurde. Mit drei Jungs und neun Mädchen hatte Eltmann ein zahlenmäßig starkes Kontingent an Sportlern am Start. Der besondere Wettkampfmodus der bei den internationalen Deutschen Meisterschaften zum Einsatz kam, führte dazu, dass für die meisten Wallburgstädter bereits nach ihrer ersten Begegnung das Turnier beendet war. Während bei normalen Veranstaltungen das „doppelte KO-System" zum Einsatz kommt, das garantiert, dass jeder Teilnehmer nach einer Niederlage in der Hauptrunde in der sogenannten Trost-, oder Hoffnungsrunde auf jeden Fall noch eine zweite Chance erhält, wird bei der IDEM nach einem anderen System gekämpft. Dabei bekommen nur diejenigen Sportler nach einer Niederlage in der Hauptrunde eine zweite Chance, die gegen den jeweiligen Poolsieger in ihrer Gruppe verloren haben. Alle anderen können ihre Tasche packen und den weitern Verlauf der Meisterschaft von der Tribüne aus beobachten. Genau dieses Schicksal ereilte das Gros der Eltmänner Teilnehmer. Thomas Krause, Dominik Bauer und Philipp Müller bei den Jungs und Julia Töpfer, Verena Bräunling, Laura Böhm, Clara Köhne, Isabell Wegener und Larissa Spenkuch bei den Mädchen erlitten dieses Schicksal. Die amtierende Deutsche Jugendmeisterin Nicola Weiglein, die Drittplazierte der DEM Anna Riedl und Helena Steinmüller zeigten aber eindrucksvoll, dass sich die Unterfranken auch in so starken Teilnehmerfeldern behaupten können. Weiglein musste am ersten Tag in der Hauptrunde der starken Niederländerin Tjokroatmo den Vortritt lassen, kämpfte sich aber über die Trostrunde bis ins kleine Finale um Platz 3 vor. Dort unterlag sie ihrer Landsmännin Kozma und belegt im Endklassement in einer starken Gewichtsklasse einen tollen 5.Platz. Riedl erging es ähnlich. Nach einem Auftaktsieg gegen eine türkische Athletin unterlag sie in ihrem zweiten Kampf der starken Russin Lugova. Über die Trostrunde kämpfte auch sie sich bis ins kleine Finale vor und traf dort auf ihre bayrische Dauerrivalin Stoltenberg. Während die Eltmännerin bei der DEM noch siegreich geblieben war, musste sie diesmal in den saueren Apfel beißen und ihrer Kontrahentin den Sieg und die Bronzemedaille überlassen. Zum Abschluss des zweiten Wettkampftages sorgte aber Steinmüller dann doch noch für eine Medaille aus Sicht der Unterfranken. Nachdem sie in ihrer ersten Begegnung die amtierende Deutsche Meisterin schlagen konnte, war der Weg ins Halbfinale frei und Ekenhorst aus den Niederlanden stand als Gegnerin auf der Matte. Bereits in Führung liegend konnte Steinmüller den Vorteil nicht über die Zeit retten und musste mit einer Niederage ihren nächsten Kampf im kleinen Finale gegen Killge, ebenfalls aus Deutschlad, austragen. Mit dem „Wurf des Tages", aus Eltmänner Sicht, einem krachenden O Soto Gari, sicherte sie sich die Bronzemedaille in ihrer Klasse und landete ihren bislang größten Erfolg. Zweimal Platz 5 und eine Bronzemedaille waren für die SG Judoka ein hervorragendes Gesamtergebnis bei diesen Internationalen Deutschen Meisterschaften, die vom Niveau her einer Europameisterschaft in dieser Altersklasse durchaus gleichzusetzen waren.

Bild: Glücklich und zufrieden zeigten sich die beiden SG Judoka, links Helena Steinmüller und Anna Riedl nach ihrem erfolgreichen Abschneiden in Berlin bei der IDEM u17. Auf dem Bild fehlt Nicola Weiglein, die bereits am Vortag auf der Matte gestanden hatte.