| Meisterschaft im Judo erreicht
Eine lange und intensive Vorbereitungszeit inklusive einiger Wochenendtrainingseinheiten hatten die meisten Teilnehmer absolviert, als sie sich in Iphofen endlich dem Prüferteam stellen konnten. Die 17 Teilnehmer der Schwarzgurt Prüfung kamen aus dem gesamten nordbayerischen Raum, drei Aspiranten waren sogar vom Olympiastützpunkt in München - Großhadern angereist. Endlich war es soweit, noch ein, zwei "heiße" Tipps der anwesenden Trainer mit auf den Weg bekommen und nach einer kurzen Begrüßung durch den Prüfungsreferenten des Bayerischen Judo Verbandes, Herrn Sven Keidel aus Ingolstadt, pünktlich um 10.00 Uhr durften die Prüflinge auf die Matte, um im Fach Kata ihr Wissen und Können zu demonstrieren. Das japanische Wort Kata heißt übersetzt Form und hat seinen Ursprung in der Selbstverteidigung. In der Zeit der Samurai trainierten die Kämpfer ihre gefährlichen Techniken in verschiedenen Katas, in denen die Bewegungsabläufe festgelegt waren und ein relativ gefahrloses Trainieren der Techniken möglich war. Für den 1.Dan mussten die Prüflinge an diesem Tag die Nage no Kata, die Form der Wurftechniken zeigen, 15 unterschiedliche Würfe, unterteilt in fünf Gruppen zu jeweils drei Techniken in der rechten und linken Wurfausführung. Alles verpackt in eine genau festgelegte Form – für die allermeisten Prüflinge stellt dies die größte Hürde auf dem Weg zur Meisterschaft dar. An diesem Tag zeigten sich aber fast alle optimal vorbereitet. Ein Prüfling musste allerdings schon nach diesem Prüfungsfach die Segel streichen. Alle 16 anderen Teilnehmer hatten den schwierigsten Teil erfolgreich gemeistert und sahen dem nachfolgenden Restprogramm, bestehend aus frei wählbaren Wurftechniken, Wurfkombinationen, Kontertechniken, sowie einem umfangreichen Bodentechnikprogramm zuversichtlich entgegen. Die Prüfungskommission, bestehend aus dem bereits erwähnten Prüfungsreferenten, seinem Stellvertreter Stefan Bernreuther aus Wachendorf, dem bayerischen Lehrreferenten Jens Keidel aus Ingolstadt, Klaus Richter aus Aschaffenburg, Paul Greiner aus Bamberg und Edgar Riedl aus Eltmann, prüfte in zwei Kommissionen und so stand gegen 16.00 Uhr bereits der letzte Prüfungsteil auf dem Programm, das Vorstellen der eigenen Spezialtechnik. Für die meisten Prüfungsteilnehmer hieß dies einfach nur das demonstrieren und erklären, was sie am allerbesten konnten – ihr Judo, anhand ihrer Lieblingstechnik. Erleichterung und Freude machte sich bei den Prüflingen breit, als die beiden Prüfungsteams unisono erklärten, dass alle die Prüfung bestanden hatten und auf den Gesichtern der anwesenden Trainer sah man manch stolzes, frohes Lächeln als ihre Schützlinge von den Prüfern ihre Urkunde für den schwarzen Gürtel überreicht bekamen. Dieser 1.Dangrad stellt für die Judoka so etwas wie eine Meisterprüfung dar, die einen markanten Meilenstein in ihrer Judolaufbahn symbolisiert. Neue Danträger der Judo Abteilung aus Eltmann sind nun Dominice Weiglein, Martin Czieszowic und David Riedl, das Teilprüfungsfach Kata hat außerdem Philipp Schwarzbart bestanden. |
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| Bild: Dynamisches Judo präsentierten die Teilnehmer bei ihrer Prüfung in Iphofen. Im Bild sehen wir einen sogenannten Ura Nage, ausgeführt von David Riedl mit seinem Partner Martin Czieszowic. |